Unterwasserpflanzen sorgen für Top-Wasserqualität der Alten Donau

Stadträtin Ulli Sima, Gerald Loew, Leiter der MA 45, ein Mitarbeiter der MA 45, Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und stellvertretende Bezirksvorsteherin Astrid Pany Bild: PID - Christian Fürthner

Ausgeklügeltes Mähmanagement und Pflanzung niedrigwüchsiger Characeen für ungetrübtes Badevergnügen

Im Dauereinsatz für eine Top-Wasserqualität der Alten Donau ist auch heuer wieder die „Mähboot-Armada“ der Stadt Wien. Um eine perfekte Badesaison zu garantieren, müssen die sogenannten Makrophyten so früh wie möglich geschnitten werden. Das vor drei Jahren eingeführte Mähmanagement der Stadt hat sich dabei bestens bewährt. „Die Unterwasserpflanzen sind für die so gute Wasserqualität in der Alten Donau unerlässlich, für die Badegäste und Bootsfahrer sind sie ein wenig lästig. Wir haben daher das Mähmanagement auf völlig neue Beine gestellt. Zugleich pflanzen wir verstärkt niedrigwüchsige Pflanzen, die nicht bis zur Wasseroberfläche wachsen und nicht so intensiv gemäht werden müssen. So können wir auch künftig ungetrübtes Freizeitvergnügen in der Alten Donau bieten“, so die für die Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima beim heutigen Lokalaugenschein an der Alten Donau mit dem Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und der stellvertretenden Bezirksvorsteherin aus Floridsdorf, Astrid Pany.
Insgesamt wurden heuer bisher rund 600 Tonnen Mähgut aus der Alten Donau geholt, das Pflanzenwachstum war aufgrund des kühlen Frühjahrs heuer geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, da waren es mit Mitte Juni rund 1.100 Tonnen! Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy: „Ich freue mich für alle Donaustädterinnen und Donaustädter, dass sie hier an der Alten Donau dank des unermüdlichen Einsatzes der Stadt Wien perfekte Bedingungen fürs Baden und Bootfahren vorfinden – einem wunderbaren Sommer 2021 steht nichts mehr im Wege!“
„Auch auf der Floridsdorfer Seite der Alten Donau freut man sich über den guten Gewässerzustand und das Top-Angebot an die Freizeitsuchenden – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie haben viele die Wiener Freizeitparadiese besonders schätzen gelernt“, so die stellvertretende Bezirksvorsteherin Astrid Pany.

Die Eckpfeiler des Mähmanagements der Stadt Wien:
– Ausbildung des Mäh-Personals durch die Fachabteilung Wiener Gewässer
– Start der Mäharbeiten möglichst früh im Jahr, abhängig von der Witterung und dem Wachstum der Unterwasserpflanzen, in der Regel Anfang März
– Einsatz von Taucherinnen und Tauchern für die Feinarbeiten bei den Stegen und Einstiegen
– Die zu mähenden Bereiche werden, abhängig von der Höhe des Bewuchses, in wöchentlichen Mähplänen festgelegt und abgearbeitet.
– Die Bereiche werden mit Pflanzensperren gesichert, alle Mäh- und Sammelboote sind dort gleichzeitig im Einsatz.
– Das Mähgut wird von den Abladestellen am Ufer abgeholt und zum Kompostwerk Lobau gebracht. Dort wird das Mähgut zu Bio-Kompost verarbeitet und ist als „Guter Grund“ bei den Wiener Mistplätzen erhältlich.
– Auf bewährte Weise führen GewässerbiologInnen begleitend Echolot- Sondierungen in der Alten Donau durch. Auf Basis der gesammelten Daten können genaue digitale Mähpläne erstellt werden.
– Die Mähboote sind mit GPS, Computern und dazugehöriger Spezialsoftware ausgestattet. So können die ausgewiesenen Mähbereiche exakt abgearbeitet werden.
– In wenig genutzten ufernahen Bereichen gibt es mehrere mähfreie Schonzonen. Diese sind als Ausgleich zu den stark gemähten Flächen für die Schonung der Unterwasserpflanzen wichtig,

Informationen zu Wasserqualität und Mähmanagement:
www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/alte-donau/wasserqualitaet/